Medienabhängigkeit

im Alltag

 

Allgemein

Mittlerweile ist die Benutzung von Medien bereits Alltag geworden. Auf der Arbeit/Schule guckt man einen Lehrfilm, danach noch in den PC-Raum ein Projekt fertigstellen. Anschließend im Bus sieht man sich ein Video per Smartphone an, hört nebenbei Radio und ist man dann endlich wieder zu Hause, setzt man sich vor den Computer. Ist doch alles wie immer oder?

 

Laut Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer ist dieses Medienkonsumverhalten reine Zeitverschwendung. Er sagt: „Wir brauchen regelmäßiges kognitives Training um eine gute Gehirnfunktion auf Dauer gewährleisten zu können und auch um Krankheiten wie Demenz vorzubeugen.

 

Hierzu schauen sie sich gerne dieses Video (YouTube) an. 

 

In diesem Video wird unter anderem vorgetragen: 

  • Wie lernt das menschliche Gehirn? 
  • Wie wirkt sich Medienkonsum auf das Lernverhalten aus?
  • Funktionalität der Synapsen

Natürlich muss hier klar zwischen den Tätigkeiten an Medien unterschieden werden: Viele Dinge können auch nützlich sein, wie beispielsweise kreative Tätigkeiten. Dabei gilt natürlich dennoch: Bewegung wäre stattdessen immer besser.

 

Was ist normal?

Alter Std. pro Woche

10 – 12 Jahre 7

13 – 14 Jahre  10,5

15 – 16 Jahre 17,5

Quelle: BZgA Studie 2019

 

Fakten

Die Zahlen sind die letzten Jahre immer weiter angestiegen und haben inzwischen besorgniserregende Werte. Tendenziell werden die Zahlen auch in den nächsten Jahren weiter steigen.

 

Alter Std pro Woche

12 – 17 Jahre 22,8

18 – 25 Jahre 23,9

Quelle: BZgA Studie 2019

 

Übersicht der aktuellen (2019) Studie für Medienkonsum im Alter von 12-25 Jahren

 

Auch Kommunikation findet nur in voller Form statt, wenn man sich gegenübersitzt!

Die Mimik und Gestik ist dafür notwendig! So ist ein Gespräch über Medien nicht gleichzusetzen mit einem realen Gespräch!

 

Folgen

Folgen von exzessivem Medienkonsum sind meist eher schleichende Prozesse und bleiben daher oft unentdeckt.

  • Schlaflosigkeit / -mangel
  • Übergewicht
  • eingeschränktes Sozialumfeld
  • Schulleistungen lassen nach
  • Gesundheit sinkt durch wenig Bewegung

Eigene Gefühlslage:

Auch die eigene Gefühlslage kann ein Anzeichen dafür sein, ein wenig zu viel Zeit vor Medien zu verbringen.

Wenn du oft Unsicher bist, Angst hast (vor Dingen die sonst relativ normal sind), du dir selbst weniger wert wirst oder auch gerne andere Tätigkeiten aufschiebst, wenn du verzweifelt versuchst im Internet Anerkennung zu finden oder wieder zurück zu erlangen, dann gewinne erst einmal etwas Abstand zu all diesem!

 

Schnelltest/Selbsttest

 

Sucht oder angemessener Konsum?

  • Fällt es dir selbst schwer, die Zeit vor den Medien einzuschränken?
  • Werden vermehrt Dinge, die immer schön waren, vernachlässigt, um mehr Zeit an Medien zu verbringen?
  • Haben sich deine Gesundheit oder Leistungen in Schule/Hobbys spürbar verschlechtert?
  • Ist dein Freundkreis immer kleiner geworden?
  • Hast du selbst gemerkt wie es langsam „immer mehr“ wurde?

Je mehr Fragen sie davon mit „Ja“ beantworten kannst, desto gefährdeter sind sie!

 

Was kann ich tun?

Grundsätzlich gilt: Die bewusste Umstrukturierung des Verhaltens! Machen sie mal wieder Sachen, die sie ewig nicht gemacht haben und wo sie dennoch früher immer Spaß dran hatten. Der Spaß wird dann meist nicht lange auf sich warten lassen.

Es gibt natürlich auch professionelle Anlaufstellen, bei denen man sich bei Unsicherheit immer gerne informieren kann. Dennoch hat die Erfahrung gezeigt, dass man selbst auch einiges dafür tun muss, dagegen anzukämpfen.

 

Ideen, was man kostengünstig hier in der Nähe machen kann, können sie beispielsweise unseren anderen Themen entnehmen: 

 

https://www.spartipps-hx.de/alle-tipps/mikroabenteuer/

https://www.spartipps-hx.de/alle-tipps/sport-und-bewegung/

https://www.spartipps-hx.de/alle-tipps/kreatives/

 

Quellen

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer’s Vortrag über Lernen:
https://www.youtube.com/watch?v=vujELzwcdpQ

 

Negative Gefühlslage:

https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/medienabhaengigkeit-und-onlinespielsucht-wie-viel-ist-denn-nun-normal/

 

Studie Medienkonsum BZgA 2019

https://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/2020-12-15-neue-bzga-studiendaten-zur-computerspiel-und-internetnutzung/